Wer die Wahl hat, hat irgendwann ein Problem. In diesem Fall geht es um die richtige Wahl des Wirtschaftsstudiums. Der Bereich Wirtschaft ist über die Jahre hinweg so weit aufgesplittet worden, dass man trotz vier- bis siebenjähriger Regelstudienzeit mit einem sehr begrenzten Wissen die Universität verlässt. Dies bedeutet nicht, dass man nicht viel gelernt hat, sondern, dass man sich nur auf ein kleines Fragment des gesamten Wirtschaftskosmos fokussiert hat und es aber gleichzeitig so viel mehr braucht, um ein Unternehmen erfolgreich zu leiten.

Beispielsweise Asienmanagement

Die Ausrichtung seines Studiums auf Asienmanagement scheint in der heutigen Zeit durchaus einleuchtend, da kaum ein international agierendes Unternehmen ohne Geschäftsbeziehungen mit Asien existieren kann. Die Abhängigkeit ist erschreckend hoch. Was bedeutet Asienmanagement? Im Grunde nichts anderes als Chinamanagement, denn darum dreht sich seit geraumer Zeit alles.

Ist ein Studienabgänger damit automatisch ein China-Experte?

Die Antwort kann sich an dieser Stelle wohl jeder selbst geben. Man hat es bei den vielen Auswahlmöglichkeiten im Bereich Wirtschaft wohl ein wenig zu gut gemeint, es werden Experten geschaffen, die gar keine sind. Was kann man nun tun? Das Rad ein wenig zurückzudrehen, wäre ein richtiger Ansatz, dem sich immer mehr Beobachter anschließen dürften.

Es ist wie beim Sport 

Dort geht es auch darum, die eigenen Stärken zu identifizieren und diese dann gezielt zu fördern. So entstehen Top-Athleten, die zu Höchstleistungen imstande sind, über die man nur staunen kann. Wie kann uns denn unsere Wirtschaft wieder zum Staunen bringen? Hier sind sich immer mehr darüber einig, dass es um den Fokus auf die eigenen Parade-Disziplinen gehen sollte und es wieder wichtiger werden wird, dass das Management viel näher an das eigene Produkt, dessen Entstehung und Weiterentwicklung rückt. Dies würde das Verständnis für die Bedürfnisse des Unternehmens deutlich vertiefen.

Sich nicht verlieren

Wer ständig damit beschäftigt ist, was der andere macht, denkt und fühlt, und wie man ihm am besten begegnen kann, der verliert sich irgendwann selbst. Was für eine Aufgabe soll der China-Mananger haben, der kein Chinesisch spricht, da es nicht Teil des Studiums ist, und wie kann er einem Unternehmen damit dann wirklich helfen?

Deshalb sollte es wieder um die Rückbesinnung auf klassische Stärken gehen, die dabei helfen können, ein Unternehmen wirklich stark und fit für die Zukunft und die Auseinandersetzungen mit anderen zu machen. Einem jungen Menschen im Alter von 18 bis 20 Jahren vor eine solche Diversität von Studiengängen zu stellen, überfordert nicht nur ihn, sondern auch Eltern und Studienberater.

China ist nur ein Beispiel 

Es gibt derer viele, die dafür sorgen, dass frischgebackene Bachelor und Master so schlecht ausgebildet ins Berufsleben starten und ebenfalls dem Ansehen Deutschlands als Studienort schaden können. Ein Umdenken ist dringend vonnöten, damit Deutschland nicht den Anschluss verliert.

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